
Neuer Brunnen wurde in Betrieb genommen
November 2012 Nach längerem „Probelaufen“ wurde ein zusätzlicher Brunnen in Betrieb genommen. Durch die Investition ist die Versorgungssicherheit im Verbandsgebiet sichergestellt. Rund 350.000 Euro an Baukosten investierte der ZWE in die Niederbringung des 9. Brunnens. Lange und aufwendige Testreihen bestätigten eine qualitativ hochwertige geförderte Trinkwasserqualität. Der Brunnen reiht sich in die bestehenden Anlagen 5,6,7 und 8 ein, die sich allesamt auf freier Flur zwischen Unterstürmig und Buttenheim befinden.
Beste Wasserqualität durch „Mischwasser“
Die Kapazität des neuen Brunnens beziffert Verbandsvorsitzender Johann Kalb mit 12 Litern Förderleistung pro Sekunde. Zum Vergleich: Die Brunnen 5,6 und 7 fördern insgesamt etwa 30 Liter pro Sekunde. Der Brunnen 8 wurde bisher noch nicht niedergebracht, es besteht die Gefahr eines zu großen Einflusses auf die anderen Brunnen. Das Wasser für die rund 17.000 Menschen die im Verbandsgebiet wohnen ist ein „Mischwasser“ aus den „alten Brunnen“ 2,3 und 4 mit einer Gesamtkapazität von rund 50 Litern pro Sekunde, die sich zwischen Unterstürmig und Eggolsheim befinden, und den „neuen Brunnen“ 5 bis 9. „Es sind nie alle Brunnen gleichzeitig in Betrieb, höchstens drei“, erläutert ZWE-Geschäftsführer Richard Hubert das ausgeklügelte System der Wasserförderung. Damit erreicht der Zweckverband eine optimale Wasserqualität, wenn das kostbare Gut die Aufbereitungsanlage in Unterstürmig in alle vier Himmelsrichtungen verlässt.
Investition in die Zukunft
Bis zu 3.600 Kubikmeter Wasser verbrauchen die Haushalte der Mitgliedsgemeinden an einem heißen Sommertag. Der neue Brunnen ist aufgrund des Zuwachses der Bevölkerung und der ortsansässigen Industrie notwendig geworden. „Wir sind allesamt Wachstumsgemeinden, die Versorgung muss auch in Spitzenzeiten im Hochsommer gewährleistet sein“, so Kalb.
Da gilt es auch, vorausschauend zu handeln. Einer Wasserförderung aus einem neuen Brunnen gehen einige Wagnisse voraus, nicht immer trifft man auf geeignete Wasserschichten. Die Probebohrungen des neu in Betrieb genommenen Brunnens gingen bis in eine Tiefe von 45 Metern. Der Brunnenausbau erfolgte schließlich lediglich bis 37 Metern Tiefe. „Zwischen 16 und 36 Metern ist die Grundwasserschicht, da wird das Wasser entnommen“, erklärt Diplom Geologe Andreas Gartiser.
Kostenrahmen unterschritten
Zur Filtration wird neueste Technik eingesetzt. Anstatt des sonst üblichen Filterkieses kommen Glaskügelchen zum Einsatz. „Sie sind durchlässiger und haben eine geringere Neigung zur Verockerung, also zur Ablage von Eisen im Brunnen“, klärt Gartiser auf. Bei den Baukosten ist man trotz des Einsatzes neuester Technik weit unter der veranschlagten Kostenschätzung von fast 420.000 Euro geblieben, freut sich Verbandschef Johann Kalb ob einer Einsparung von über 70.000 Euro. Er ist sich sicher: Das Gesamtkonzeptes zur Sanierung und Erweiterung der Verbandsanlagen wird das veranschlagte Kostenvolumen von über sieben Millionen Euro nicht überschreiten.
Brunnenplan

