
Zweckverband zur Wasserversorgung der Eggolsheimer Gruppe
Der Zweckverband wurde 1963 gegründet und besteht aus den vier Mitgliedsgemeinden Eggolsheim, Buttenheim, Altendorf und Hallerndorf.
Versorgt werden zurzeit 15.687 Einwohner aus sechs Tiefbrunnen und sieben Quellen. Der Zweckverband unterhält sechs getrennte Versorgungsanlagen, eine Aufbereitungsanlage, 14 Hochbehälter mit einer Speicherkapazität von 4.590 cbm, sieben Pumpstationen sowie 56 Übergabe- und Dückerschächte.
Das Leitungsnetz besteht aus ca. 65 km Fernleitungen, 85 km Ortsnetzleitungen und 95 km Hausanschlussleitungen. Hausanschlüsse sind im Moment 4.500 vorhanden, ohne die erschlossenen Bauplätze.
Die Förderleistung vom 01.01.2009 bis 31.12.2009 betrug 744.125 cbm aus den Tiefbrunnen und 199.772 cbm aus den Quellen, somit insgesamt 943.897 cbm.
Die drei Tiefbrunnen II, III und IV haben eine Bohrtiefe von 62 m, 66 m und 45 m und eine Schüttungsleistung von heute 34,5 l/sec (urspr. 50 l/sec).
Die drei Tiefbrunnen V, VI und VII haben eine Bohrtiefe von 45 m und eine Schüttungsleistung von zusammen 30 l/sec.
Die verkaufte Wassermenge betrug 753.641 cbm, der Verlust lt. Aufzeichnung 2009 ca. 139.510 cbm, der tatsächliche Verlust 2009 betrug 50.746 cbm oder 6,31 %.
Der Wasserpreis beträgt seit 01.04.2007 1,10 €/cbm, hinzu kommt eine monatliche Grundgebühr von 2,56 Euro je Hauptzähler.
In der Zeit von 1965 bis 1973 wurde die Gesamtanlage der Wasserversorgung Eggolsheimer Gruppe mit einem Gesamtkostenaufwand von ca. 14,5 Mio. DM erstellt. Hier wurden folgende damals noch selbständige Gemeinden angeschlossen:
- im BA I Eggolsheim, Buttenheim, Altendorf, Dreuschendorf, Unterstürmig und Neuses
- im BA II die Ortschaften westlich der Regnitz und zwar Seußling, Trailsdorf, Schlammersdorf und Pautzfeld
- im BA III die Aischgrundgemeinden Hallerndorf und Willersdorf mit dem Ortsteil Haid
- im BA IV die Gemeinden Schirnaidel und Weigelshofen
1985 wurden in einem weiteren Bauabschnitt Kauernhofen, Rettern und Bammersdorf angeschlossen.
1989 wurden Drügendorf, Götzendorf, Tiefenstürmig und Stiebarlimbach in den Zweckverband aufgenommen. Bei den ersten drei Ortschaften besteht keine Verbundleitung. Diese drei Ortschaften werden aus der Quelle Drügendorf versorgt, Stiebarlimbach aus der Verbandsanlage.
Im Juni 1990 wurden Ketschendorf, Gunzendorf, Frankendorf, Stackendorf, Tiefenhöchstadt, Kälberberg und Hochstall in den Zweckverband eingegliedert. Auch hier besteht keine Verbundleitung, so dass auch diese Ortsteile aus eigenen Quellen versorgt werden.
Durch die Aufnahme vom Juni 1990 versorgt der Zweckverband nun 29 Ortschaften in seinem Verbandsgebiet.
1997 wurde mit der Niederbringung von drei neuen Brunnen begonnen. Im April 1998 sind wir mit den Brunnen V, VI und VII ans Netz gegangen.
1999 haben wir mit der Sanierung und Erweiterung der Aufbereitungsanlage begonnen. Die Maßnahme wurde im Mai 2001 fertiggestellt.
2002 Inbetriebnahme der Druckerhöhungsanlage im HB Frankendorf ab 25. Juni 2002.
2004 Einbau einer UV (Ultrafiltrationsanlage) im HB Frankendorf.
2006 Anschluss der Ortschaft Ketschendorf an die zentrale Wasserversorgung über das Ortsnetz Dreuschendorf mit Errichtung einer Pumpstation. Die Versorgung wurde am 15. September 2006 aufgenommen, gleichzeitig Wegfall der Quellen Ost und West (nur noch für den Feuerlöschbedarf).
2009 Beginn mit Gesamtkonzept, geplante Investition 5,3 Mio. €.
Unsere Wässer aus den Tiefbrunnen sowie den verschiedenen Quellen haben eine Gesamthärte von 13 bis 18 dhO, d. h. sie liegen im Härtebereich II - III.
Der Zweckverband beschäftigt im technischen Bereich den Wassermeister Joachim Schneider, den Wasserwart Georg Arold, den Wasserwart Andrè Scholz. Der Zweckverband beschäftigt im Verwaltungsbereich den Geschäftsführer Richard Hubert, der für den gesamten Verwaltungsablauf zuständig ist und seit 01.04.2008 den Verwaltungsfachangestellten Markus Geck, der schwerpunktmäßig für Kasse und Buchhaltung zuständig ist. Im Vertretungsfall werden die Buchhaltungsarbeiten durch Bedienstete des Marktes Eggolsheim erledigt.
