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Zweckverband zur Wasserversorgung der Eggolsheimer Gruppe

Der Zweckverband wurde 1963 gegründet und besteht aus den vier Mitgliedsgemeinden Eggolsheim, Buttenheim, Altendorf und Hallerndorf.

 

Versorgt werden derzeit (mit den zum 01.01.2018 aufgenommenen Ortschaften Schnaid und Drosendorf) 17.043 Einwohner aus sieben Tiefbrunnen und fünf Quellen. Der Zweckverband unterhält fünf getrennte Versorgungsanlagen, zwei Aufbereitungsanlagen, 13 Hochbehälter mit einer Speicherkapazität von 5.070 cbm, zehn Pumpstationen/Druckerhöhungsanlagen sowie 57 Übergabe- und Dükerschächte.

 

Das Leitungsnetz besteht aus ca. 60 km Zubringerleitungen, ca. 112 km Ortsnetz-/Versorgungsleitungen und ca. 85 km Hausanschlussleitungen. Hausanschlüsse sind im Moment ca. 5.100 vorhanden, ohne die erschlossenen Bauplätze.

 

Die Förderleistung vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 betrug 875.294 cbm aus den Tiefbrunnen und 146.184 cbm aus den Quellen, somit insgesamt 1.021.478 cbm.

 

Die drei Tiefbrunnen II, III und IV haben eine Bohrtiefe von 62 m, 66 m und 45 m und eine Schüttungsleistung von heute 34,5 l/sec (urspr. 50 l/sec).

 

Die drei Tiefbrunnen V, VI und VII haben eine Bohrtiefe von 45 m und eine Schüttungsleistung von zusammen 30 l/sec.

 

Die verkaufte Wassermenge 2017 betrug 811.789 cbm, der Verlust lt. Aufzeichnung 2017 ca. 129.596 cbm, der tatsächliche Verlust 2017 betrug 80.093 cbm oder 8.98 %.

 

Der Wasserpreis beträgt seit 01.01.2015  1,40 €/cbm (netto), hinzu kommt – abhängig von der Zählergröße (Durchflussmenge) – eine monatliche Grundgebühr je Hauptzähler.

 

In der Zeit von 1965 bis 1973 wurde die Gesamtanlage der Wasserversorgung Eggolsheimer Gruppe mit einem Gesamtkostenaufwand von ca. 14,5 Mio. DM erstellt. Hier wurden folgende damals noch selbständige Gemeinden angeschlossen:

 

  • im BA I Eggolsheim, Buttenheim, Altendorf, Dreuschendorf, Unterstürmig und Neuses
  • im BA II die Ortschaften westlich der Regnitz, und zwar: Seußling, Trailsdorf, Schlammersdorf und Pautzfeld
  • im BA III die Aischgrundgemeinden Hallerndorf und Willersdorf mit dem Ortsteil Haid
  • im BA IV die Gemeinden Schirnaidel und Weigelshofen

 

1985 wurden in einem weiteren Bauabschnitt Kauernhofen, Rettern und Bammersdorf angeschlossen.

 

1989 wurden Drügendorf, Götzendorf, Tiefenstürmig und Stiebarlimbach in den Zweckverband aufgenommen. Bei den ersten drei Ortschaften besteht keine Verbundleitung. Diese drei Ortschaften werden aus der Quelle Drügendorf versorgt, Stiebarlimbach aus der Verbandsanlage.

 

Im Juni 1990 wurden Ketschendorf, Gunzendorf, Frankendorf, Stackendorf, Tiefenhöchstadt, Kälberberg und Hochstall in den Zweckverband eingegliedert. Auch hier besteht keine Verbundleitung, so dass auch diese Ortsteile aus eigenen Quellen versorgt werden.

 

Ab diesem Zeitpunkt versorgte der Zweckverband 29 Ortschaften in seinem Verbandsgebiet.

 

1997 wurde mit der Niederbringung von drei neuen Brunnen begonnen. Im April 1998 sind wir mit den Brunnen V, VI und VII ans Netz gegangen.

 

1999 haben wir mit der Sanierung und Erweiterung der Aufbereitungsanlage begonnen. Die Maßnahme wurde im Mai 2001 fertiggestellt.

 

2002  Inbetriebnahme der Druckerhöhungsanlage im HB Frankendorf ab 25. Juni 2002.

 

2004  Einbau einer UV-Anlage im HB Frankendorf.

 

2006 Anschluss der Ortschaft Ketschendorf an die zentrale Wasserversorgung über das Ortsnetz Dreuschendorf mit Errichtung einer Druckerhöhungsanlage. Die Versorgung wurde am 15. September 2006 aufgenommen, gleichzeitig Wegfall der Quellen Ost und West (nur noch für den Feuerlöschbedarf).

 

2009 Beginn mit Gesamtkonzept, geplante Investition 7,1 Mio. €.

 

2012 Teilanschluss der Ortschaft Gunzendorf (Tiefzone) an die zentrale Wasserversorgung über das Ortsnetz Dreuschendorf mit Errichtung einer Pumpstation. Die Versorgung wurde am 12.03.2012 aufgenommen, gleichzeitig Wegfall der Quellen Gunzendorf. Die Hochzone von Gunzendorf wird über die Quelle Stackendorf versorgt.

 

2018 Aufnahmen der beiden Ortschaften Schnaid (Gemeinde Hallerndorf) und Drosendorf (Markt Eggolsheim).

 

Damit sind nun alle 31 Ortsteile der vier Mitgliedsgemeinden im ZWE eingegliedert.

 

Die Wässer aus den Tiefbrunnen sowie den verschiedenen Quellen haben eine Gesamthärte zwischen 14,6 bis 17,1 dH, d. h. sie liegen im Härtebereich III.

 

Der Zweckverband beschäftigt im technischen Bereich den Wassermeister Joachim Schneider, den Wasserwart Georg Arold, den Wasserwart André Scholz, den Wasserwart Max Betz. Im Verwaltungsbereich sind der Geschäftsführer Florian Stühler und die Verwaltungsangestellten Benjamin Batz und Alexandra Schumm tätig.