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Neuer Brunnen des ZWE ist in Betrieb gegangen

Das kleine, unscheinbare Gebäude inmitten der Flur zwischen Unterstürmig und Buttenheim verrät nicht, welch aufwändige Technik und unterirdisches Bauwerk sich eigentlich darin und darunter verbirgt. 40 Meter gehen dort Rohre in die Tiefe, weit über 200.000 Kubikmeter an Grundwasser im Jahr kann die Eggolsheimer Gruppe mit ihrer Neuinvestition nun zusätzlich ins eigene Trinkwassernetz einspeisen. „Wir versorgen rund 17.000 Einwohner mit frischem Wasser. Der Bedarf ist in den letzten Jahren stark angestiegen, wir haben mit der Investition von rund einer halben Million Euro für den neuen Brunnen zukunftsorientiert gehandelt um die Versorgung in den vier Mitgliedsgemeinden Eggolsheim, Hallerndorf, Buttenheim und Altendorf auch langfristig zu sichern“, sagte ZWE-Verbandsvorsitzender Claus Schwarzmann bei der offiziellen Inbetriebnahme des Tiefbrunnes.

 

Es ist der achte Tiefbrunnen, den der ZWE zwischen Eggolsheim, Unterstürmig und Buttenheim betreibt. Sie sind wie Perlenketten in einem Wasserschutzgebiet entlang der Autobahn aufgereiht. In den prosperierenden Gemeinden ist eine stete Erhöhung des Wasserverbrauches in den letzten Jahren zu verzeichnen. Ein weiterer Grund für die Installation eines weiteren Tiefbrunnens sind die sogenannten „Quellgebiete“, die derzeit nur eine eigenständige Versorgung mittels Quellwassers ohne zweites Standbein betreiben. „Wir müssen diese Versorgungsgebiete Stackendorf, Frankendorf, Drügendorf und Drosendorf in den kommenden Jahren an die Wasserversorgung aus den Tiefbrunnen anschließen, schon allein um dort auch die Versorgungssicherheit zu gewährleisten“, erklärt Schwarzmann. Sie wurden bereits 2015 in der Wasserversorgungsbilanz der Regierung von Oberfranken als „stark eingeschränkt“ beurteilt.

 

„Die Förderkapazität der vorhandenen Tiefbrunnen erreichte bei stetig steigendem Wasserverbrauch ihre Grenzen. Somit war der Ausbau des 8. Brunnens ein folgerichtiger und wichtiger Schritt“, freuen sich die Bürgermeisterkollegen des Eggolsheimer Gemeindechefs Claus Schwarzmann, Gerhard Bauer aus Hallerndorf, Michael Karmann aus Buttenheim und Karl-Heinz Wagner aus Altendorf bei der feierlichen Inbetriebnahme und drückten gemeinsam den „Startknopf“ des Pumpwerkes. Das dort geförderte Rohwasser wird zusammen mit dem Wasser der anderen Tiefbrunnen zum Wasserwerk nach Unterstürmig gefördert. Dort aufbereitet und streng kontrolliert kommt es ins Versorgungsnetz und sprudelt dann in gewohnter Qualität aus den Wasserhähnen in den vier Mitgliedsgemeinden.  


Bild: Verbandsvorsitzender und Eggolsheimer Bürgermeister Claus Schwarzmann (3.v.r.), Bürgermeister Gerhard Bauer (2.v.l.) aus Hallerndorf, Bürgermeister Michael Karmann (links) aus Buttenheim und Bürgermeister Karl-Heinz Wagner (3.v.l.) nehmen gemeinsam mit ZWE-Geschäftsführer Benjamin Batz (2.v.r.) und Wassermeister Joachim Schneider (rechts) den neuen Tiefbrunnen in Betrieb.