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Tiefbrunnen

Investitionen in die Zukunft

Der ZWE bohrt einen neuen zusätzlichen Tiefbrunnen. „Damit sichern und verbessern wir die Versorgung im Verbandsgebiet. Die Maßnahme mit einer Investition von rund 550.000 Euro dient zudem dazu, das Wasserdargebot für die Ortschaften im Verbandsgebiet gewährleisten zu können, die bisher nur durch Quellen versorgt werden“, erklärt der Verbandsvorsitzende, der Eggolsheimer Bürgermeister Claus Schwarzmann.

Gemeinsam mit dem ZWE-Geschäftsführer Benjamin Batz und seinen Bürgermeisterkollegen Karl-Heiz Wagner (Altendorf), Michael Karmann (Buttenheim) und Gerhard Bauer (Hallerndorf) besichtigte Claus Schwarzmann die Baustelle zwischen Unterstürmig und Buttenheim auf dem Gebiet der Gemeinde Altendorf. „Es läuft alles nach Plan, der Brunnen wird bis Ende Mai fertig gestellt sein“, erläuterte Diplom-Geologe Andreas Gartiser vom beauftragten Ingenieurbüro bei der Ortsbesichtigung. Die Arbeiten für die Brunnenbauarbeiten wurden an die Firma Ochs aus Nürnberg vergeben. Zunächst hatte diese eine 40 Meter tiefe Versuchsbohrung durchgeführt und mit Pumpversuchen im offenen Bohrloch getestet. Diese verliefen äußerst erfolgreich. Nach Rücksprache mit dem geologischen Büro ist dann der Ausbau der Bohrung zu einem Brunnen beschlossen worden. Der zusätzliche Tiefbrunnen erschließt künftig von 14 m bis 40 m grundwasserführende Sandsteine des Rhätolias. Aufgrund der Überdeckung mit schützenden Tonschichten des Lias ist wie bei den übrigen sieben bereits bestehenden Tiefbrunnen ein sehr hoher Schutz gegenüber oberflächennahen Einträgen gewährleistet.

Nach der Fertigstellung erfolgt noch ein einwöchiger Pumpversuch. Anhand dieser ermittelten hydraulischen und wasserchemischen Daten arbeitet schließlich das Ingenieurbüro Sauer&Harrer die notwendigen Maßnahmen zum finalen Anschluss an die bestehende Wasserversorgung aus. Der Anschluss ist für 2021 vorgesehen und ist der erste Schritt des geplanten Ausbaus eines „zweiten Standbeins“, um künftig das Wasserdargebot auch für die Ortschaften im Verbandsgebiet gewährleisten zu können, die nur durch Quellen versorgt werden. Dieser notwendige Ausbau soll im Rahmen des Förderprogramms RZWas 2018 zeitnah beginnen und ist mit einer Investitionssumme vom ca. 5 Millionen Euro angesetzt.

Ein Rückblick: Bereits 1973/74 erfolgten zwischen Eggolsheim und Buttenheim erste Erkundungsmaßnahmen durch das Bayerische Landesamt für Wasserwirtschaft. Im Anschluss daran wurden Mitte der 70iger Jahre südlich Unterstürmig die ersten drei Brunnen errichtet. Weitere Erschließungen erfolgen in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre westlich Unterstürmig. Schließlich wurde zuletzt 2009 noch ein weiterer Brunnen errichtet.