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Spülbohrung durch RMD-Kanal

Neue Leitung durch den Main-Donau-Kanal

Das Frischwasser für die Gemeinde Hallerndorf kommt seit Kurzem aus einer neuen und gleichzeitig größeren Zubringerleitung. Dafür hat der ZWE nun ein weiteres und vor allem anspruchsvolles Teilstück gebaut, wozu auch der Main-Donau-Kanal mittels Spülbohrverfahren unterquert wurde. Bei dieser spektakulären Maßnahme erfolgte die Einziehung eines speziellen Schutzmantelrohres mit 31,5 cm Außendurchmesser (sowie zwei Kabelleerrohre) in zwölf Metern Tiefe und auf einer Länge von etwa 150 Metern.

Die alte Wasserleitung direkt unter der Kanalbrücke ist zu klein und hätte dringend saniert werden müssen. Das Verbandsratsgremium entschied sich daher für das aufwendige Bauverfahren mit Neuverlegung einer größeren Leitung unter dem Kanal, etwa 100 Meter von der Brücke in Richtung Forchheim versetzt, um künftig eine unabhängige und ausreichende Versorgungsleitung ins Aischtal zu nutzen. Unter der Brücke ist die Leitung anfälliger, die Wartungsarbeiten sehr aufwendig und schwierig.

Die Kosten dieses Bauabschnitts, zu dem auch der Leitungsbau von Neuses zum Kanal und die restlichen Teilbaustrecken nach Trailsdorf (mit Querung der Aisch) gehörten, belaufen sich auf ca. 700.000 € informierte ZWE-Geschäftsleiter Florian Stühler.

Hiervon ausgenommen ist ein längerer Zwischenabschnitt, der bereits 2012 vor dem Radwegebau des Landkreises nach Schlammersdorf vom ZWE errichtet und in Betrieb genommen wurde.

Am Bauende in Trailsdorf erfolgte die Umbindung auf die bestehenden Hauptstränge, die zu den Hochbehältern nach Seußling (Gemeinde Altendorf, Landkreis Bamberg) und Stiebarlimbach (Gemeinde Hallerndorf, Landkreis Forchheim) führen und vorher in die dazwischenliegenden Ortsübergabeschächte einspeisen.

Mit Vollendung dieses Teilabschnitts ist nun die gesamte Verbindungsleitung vom Maschinenhaus Unterstürmig bis nach Trailsdorf erneuert und zudem der Leitungsquerschnitt (Innendurchmesser) von 20 auf 25 cm erhöht.

Auch das auf mehrere Jahre verteilte Verbesserungskonzept der Verbandsanlagen ist mit dieser letzten großen Tiefbauarbeit nun weitestgehend abgeschlossen. Es folgen noch einzelne Projekte wie z. B. Erneuerungen bei Anlagen- und Messstellentechnik oder Sanierungsmaßnahmen in bestimmten Hochbehältern. Insgesamt über sieben Millionen Euro hat der Verband dann in den letzten Jahren zur Ertüchtigung der Wasserversorgung der vier Mitgliedsgemeinden Eggolsheim, Buttenheim, Altendorf und Hallerndorf investiert. Es wurde durch Ergänzungsbeiträge der Grundstückseigentümer im Verbandsgebiet vorfinanziert. „Wir liegen derzeit im vom Ingenieurbüro Sauer und Harrer prognostizierten Kostenrahmen“, freut sich der Verbandsvorsitzende, Bürgermeister Claus Schwarzmann aus Eggolsheim.